Colmar · Frühlingsgefühle statt Weihnachtsmarkt


Am Wochenende vor dem Valentinstag verschlägt es Domi und mich für ein bisschen romantische Zweisamkeit ins Elsass in Nordostfrankreich. Über die Anfahrt durch Basel erreichen wir Colmar. Die Altstadt mit ihren bunten Häusern ist bekannt für einen der schönsten Weihnachtsmärkte Europas und wird jährlich ab Ende November von zahlreichen Marktgängern besucht.

Die unverkennbaren Häuser aus dem Mittelalter und der Renaissance haben einen ganz eigenen Charme und das Städtchen macht Lust zum Spazieren.


Über Airbnb haben wir uns für 2 Nächte eine niedliche Wohnung wenige Gehminuten vom Zentrum entfernt gebucht. Das Auto stellen wir vis a vis vom Parking Green Mountain ab, wo man die Parkzeit auch bequem per App steuern und nachzahlen kann. So aussersaisonal haben wir auch keine Mühe einen Platz am Wochenende zu finden.

Die Sehenswürdigkeiten in Colmar selbst sind schnell gefunden. Allein das schlendern durch die Gassen ist ein Highlight. In der Markthalle präsentieren sich Leckereien aus der Region schön drapiert auf den Markttischen. In Klein-Venedig stellen sich Touristen für eine Fahrt mit dem Kahn über den Fluss an. Kulinarisch muss man wohl eher zu den Fleischessern gehören oder die französische Küche einfach mögen. Ein Elsässer Flammkuchen muss ein absolutes Highlight sein, für mich ist es eine Kürbissuppe mit Marroni, die wir in einem der rustikal eingerichteten Restaurants geniessen. Definitiv zu empfehlen ist der köstliche Wein aus der Region! Der aufgrund der Lokalität vergleichsweise günstig im Restaurant zu geniessen ist. An einem anderen Tag gönnen wir uns eine Pizza in einem Restaurant, an dem wir vorbeispaziert sind und dessen zahlreiche Porzelanpuppen eher abschreckend wirken. In diesem Städtchen passt die Dekoration aber irgendwie und verleiht dem Lokal den Charme einer gemütlichen Grossmutterstube.

"Der" Fotospot.

Das Fotogene Viertel ist an diesem Februarswochenende mässig besucht und wir sind froh, uns gemütlich treiben lassen zu können. Abends verschlägt es uns in ein Irish Pub, wo ich zum ersten Mal in den Genuss eines Monaco Biers komme: Bier mit Grenadinensirup. Definitiv etwas für die süsseren Mäuler unter uns! In der Bar hängen zahlreiche BHs und wir denken uns lustige Geschichten über die vermeintlichen Besitzerinnen aus.


Das Städtchen bietet sich definitiv für ein kurzes Wochenende an und lohnt sich auch für einen Tagesausflug oder nur 1 Übernachtung. Ich kann es sehr empfehlen, wenn man mal etwas aus dem Alltag fliehen will und ein bisschen französisches Flair geniessen möchte.