Costa Rica · Reiseplanung & Tipps


3.5 Wochen sind wir zu zweit durch Costa Rica gereist. Was wir in diesem vielseitigen Land erlebt haben, kannst du hier im Detailbericht nachlesen. In diesem Blogbeitrag möchte ich einige Tipps weitergeben, die mir bei der Reisevorbereitung geholfen hätten, sowie auf die einzelnen Orte und deren Must-do Aktivitäten eingehen. Am Ende des Beitrags sind zudem unsere Unterkünfte aufgelistet, die wir weiterempfehlen können.


Wir reisten vom 17. August - 10. September durch das Land, also in der offiziellen Regenzeit. Ab Zürich ging es per Direktflug (Swiss/Edelweiss) in ca. 12 Flugstunden in die Hauptstadt San José, wo wir unser Mietauto für die ersten 18 Tage entgegennahmen. Nach der Autorückgabe in Puerto Viejo bewegten wir uns zu Fuss oder per Fahrrad fort und erkundeten den südlichen Teil der Karibikküste, bevor es mit dem öffentlichen Bus zurück nach San José ging.


Da wir in der Coronazeit nach Costa Rica reisten, mussten wir einige Besonderheiten beachten und benötigten nebst dem Impfzertifikat (oder Negativtest-Nachweis) ein vorab ausgefülltes Formular, sowie einen Krankenversicherungsnachweis in Englisch. Mehr Infos findest du hier.


Unseren Mietwagen haben wir via billiger-mietwagen.de gebucht. Über die Plattform wurde die Buchung an Sunnycars weitergeleitet und über diese erhielten wir das Fahrzeug von der Vermietung Alamo. Bei der Suche sind die Mietbedingungen sowie Versicherungsdeckungen sehr übersichtlich aufgelistet.

Ich würde unbedingt auf Vollkasko achten und eigentlich möglichst alles versichern, da es auf den Strassen von Costa Rica schnell zu Kratzern oder Schäden kommen kann. Uns war zudem ein Allradbetrieb sehr wichtig, was ich auch jedem ans Herz legen würde. Zwar schiessen mit diesem Faktor die Mietkosten gleich enorm in die Höhe, spätestens ab Santa Teresa waren wir jedoch froh über den 4x4-Betrieb. Die 4x4 Funktion würde ich mir direkt bei der Vermietstation zeigen lassen, da man die je nach Modell manuell einschalten muss.

Auch froh waren wir über die Handschaltung, da es sich so auf den Offroad-Strassen besser kontrollieren liess. Ist wohl eine persönliche Präferenz =) meist kann man auch die Automaten manuell schalten.

Zusätzlich gilt zu erwähnen, dass man unter 25 Jahren einen Junglenkerzuschlag bezahlt. Bei der Buchung sollte man auch beachten, ob 2 Fahrer inklusive sind und die Kilometerzahlen unbegrenzt.

Ich habe mir zudem einen internationalen Führerschein ausstellen lassen. Dabei handelt es sich um ein kleines Dokument, welches man für CHF 15.- und gegen Abgabe eines Passfotos auf dem Strassenverkehrsamt seines angemeldeten Kantons erhält. Gültig ist dieser übersetzte Führerschein nur in Begleitung des original Führerscheins. Bei der Autovermietung reichte der Ausweis in Kreditkartenform. Sie meinten aber, dass man bei Polizeikontrollen möglicherweise einen internationalen Führerschein als Zusatz vorzeigen muss.


Die Strassen

Bewegt man sich weg von den Hauptstrassen, sind die Wege schnell von Schlaglöchern übersät oder gleichen teils Offroad-ähnlichen Bedingungen. Am abenteuerlichsten wurde es auf der Osa Peninsula, als wir nach Westen in den Corcovado-Nationalpark abbogen um zur Drake Bay zu gelangen. Hier scheinen nicht viele mit dem Mietauto hinzufahren und wir verstehen weshalb. Die Strasse ist unbefestigt und wir mussten einige kleine Flüsse überqueren. Die 1-stündige Fahrt auf 30km war echt ein Erlebnis aber ist sicher nicht für jeden. Auch scheinen wir Glück mit dem Wetter gehabt zu haben. Obwohl Regenzeit herrschte und es auch ein paar Mal geregnet hat, waren bei uns alle Streckenabschnitte passierbar. Dies kann gemäss anderen Erfahrungsberichten auch schnell mal nicht der Fall sein.

Die Geschwindigkeitsbegrenzung liegt bei 40km/h innerorts und 60-80km/h auf den Autostrassen. Wir haben uns sehr an den anderen Fahrzeugen orientiert, da man auf geraden Strecken aus 40 schnell mal 60 oder 60 zu 80km/h machen kann.


Wenn wir eins gelernt haben, dann dass Costa Rica zwar ein kleines Land ist, sich die Strecken jedoch sehr ziehen. Durchschnittlich fuhren wir schnell mal 4 Stunden ans nächste Ziel (San José -> Tamarindo, Tamarindo -> Santa Teresa...). Anfangs stimmten die Navi-Angaben, da die Strassenbedingungen gut waren. Von Santa Teresa nach Montezuma jedoch benötigten wir plötzlich 1 Stunde statt die angezeigten 30min. Überholmanöver waren wegen langsamen Fahrern und/oder Trucks oft nötig und auch diese schieben die Ankunftszeit nach hinten. Aber hey - der Weg ist das Ziel und schon die Landschaften so traumhaft, dass Costa Rica definitiv ein Land für einen Roadtrip ist!


Navigation

Locals nutzen die App Waze. Die Strecke kann man online laden und dann auch offline weiterlaufen lassen. Wir haben trotzdem die vorab heruntergeladenen Offline-Karten von Google-Maps benutzt. Zusätzlich hatten wir eine Handkarte von der Vermietung, worauf die gut befestigten Strassen ersichtlich waren und natürlich haben wir auf die Strassenschilder geachtet. Das Navi wollte uns hie und da auf vermeintliche Abkürzungen schicken, die wir nach Bauchgefühl gemieden haben und einfach der logischsten Route folgten. Damit haben wir uns kaum verfahren und ich kann diese Art der Navigation weiterempfehlen.


Costa Rica lässt sich natürlich auch ohne Mietauto bereisen, obwohl ich persönlich einen Roadtrip in diesem Land ein absolutes Highlight finde.


Shuttles

Die Tourismusorganisationen bieten Privat- oder Gruppenshuttles als Transportmittel zu den unterschiedlichen Orten an. Hier kann man sich einfach vor Ort erkundigen oder auch Online über die Plattformen der unterschiedlichen Anbieter. Die Busse sind teurer aber entsprechend komfortabler als die öffentlichen Busse.

Beispiele: www.costaricashuttle.com www.interbusonline.com www.caribeshuttle.com


Bus

Die öffentliche Busse sind sehr preiswert und mittlerweile findet man die Fahrpläne und Routen online.

www.yoviajocr.com


Fähre

Um von der Nicoya Halbinsel auf schnellerem Weg (von Santa Teresa / Montezuma) an die gegenüberliegende Pazifikküste zurückzugelangen, lohnt sich eine Fahrt mit der Fähre von Paquera nach Puntarenas. Günstig und schnell spart man so 3-4 Stunden Autofahrt und kann auf der 1.5-stündigen Überfahrt entspannen und die Natur beobachten. Ein echtes Erlebnis.

www.coonatramar.com


Taxi

Für Tipps zum Taxifahren in Costa Rica leite ich gerne auf folgende Seite weiter: https://mittelundamerika.de/tipps-taxi-fahren-costa-rica/


Gleich ab dem ersten Abendessen waren wir überrascht, wie verbreitet die vegetarische und vegane Ernährungsform in Costa Rica ist. Auch Glutenfrei war für Vikis Allergie fast überall erhältlich oder irgendwie umsetzbar. Korianderliebhaber werden bei der lokalen Küche voll auf ihre Kosten kommen.


Soda heissen die kleinen Restaurants der Ticos (so nennt man die Einheimischen). Wie die Warungs in Indonesien, handelt es sich dabei um ein lokales Restaurant, das meist nach der Besitzerin benannt ist und die dort ihre Hausfrauenkost anbietet. Oftmals hat man eine Auswahl an unterschiedlichen Fleischgerichten und dazu Reis, Bohnen oder beidem zusammen (Gallo Pinto) und bezahlt nach Teller. Für eine lokale und besonders günstige Küche solltest du also immer nach Sodas Ausschau halten.


Typische Gerichte der Costa Ricanischen Küche sind nebst Gallo Pinto und Tortillas auch Casados. Dabei handelt es sich um ein Gericht, das in den verschiedensten Formen vorkommt. Im Grunde besteht es aus Reis, Bohnen und Fleisch oder Fisch. Als Beilagen findet man auf dem vielseitigen Teller gebratene Kochbananen (Plantain), Käse, Avocado, Mais oder Ei.


Was du dir auf keinen Fall entgehen lassen solltest sind die Früchte!!! Ich habe noch nie so leckere Ananas, Papaya und Wassermelonen gegessen. Auch Lychees findet man überall, eingehüllt in ihre pinke noppige Schale. Auch Fruchtsäfte und Limonaden kann ich wärmstens empfehlen. Sei jedoch vorsichtig bei der einheimischen Frucht Tamarindo. Die hat mir leider die bisher erste (und hoffentlich letzte) Magenverstimmung auf Reisen beschert.


Auch interessant: Da viele Israeli nach ihrem obligatorischen Militärdienst eine Reise durch Mittelamerika machen, ist die Israelische Küche weit verbreitet. Das orientalische Essen in Form von Hummus, Pita, Falafel oder Taboulé war eine willkommene Abwechslung und fast an jedem Ort fanden wir ein Falafel-Lokal.


Auch überrascht war ich von den leckeren Tomatensaucen, die meist selbstgemacht werden! So schlägt auch das Herz jedes Pastaliebhabers in Costa Rica höher.


Und zum Abschluss dieser Kategorie noch 2 Worte, die deinem Gaumen schon jetzt Vorfreude bereiten sollten: Kakao und Costa Ricanischer Kaffee!


Bei längeren Reisen packe ich immer nach meiner Weltreise-Packliste.

Für Costa Rica würde ich bei den Kleidern jedoch etwas aufstocken. Laundry-Service ist mit 3-5 USD pro Kilo sehr teuer. Bei dem feuchten Klima fällt aber schnell viel Wäsche an.

Besonders hervorzuheben sind zudem folgende Punkte auf der Packliste:

  • Aux Kabel + Handy-Handyhalterung für den Mietwagen

  • dichte (!) Wanderschuhe

  • Lange Pluderhosen gegen Moskitos im Dschungel

  • Ohrenstöpsel (so romantisch Dschungelregen klingt, er kann einen echt den Schlaf rauben)

  • Medikamente mit Durchfall- & Übelkeitstabletten aufstocken

  • guten Moskitoschutz vor Ort kaufen

  • Filterflasche für internationale Reisen

Sowieso würde ich das Reisen mit Backpack empfehlen. Auf den teils kiesigen oder holprigen Strassen sind nur schon kleine Strecken mit Rollkoffer mühzu sehen (Plankton, das in der Nacht blau leuchtet, wenn sich etwas im Wasser bewegt). Am besten anreisen, mind. 2-3 Nächte einplanen und sich vor Ort für einen oder mehrere Ausflüge entscheiden =).


Die Sache mit dem Regen... Lange hat mich die Regensaison, die von Mai bis November herrscht vor einer Reise abgeschreckt. Allerdings schwärmen viele Erfahrungsberichte vor dem saftigen Grün der Tropen, den weniger überlaufenen Orte und günstigeren Preise aufgrund der Nebensaison.

Unser Fazit ist: Ja, es regnet und zwar viel oder auch mal über einen längeren Zeitraum. Wir hatten aber auch einige Tage (am Stück) ohne jeglichen Regen oder Tage an denen es mal erst am Abend regnete oder am morgen aber dann den Rest des Tages nicht mehr...

Ich würde mich von der Regensaison nicht abschrecken lassen, die Reise jedoch etwas flexibler lassen, um je nach Wetterumschwung Touren verschieben zu können. Schliesslicht ist eine Reise nach Costa Rica eine Reise in die Tropen und da gehört Regen mit dazu.

Vielmehr würde ich bei deiner Reiseplanung noch andere Saisons berücksichtigen.

Bei uns war zum Beispiel whale season und wir sahen zahlreiche Buckelwale mit Babies, da sie von Juli bis November in die warmen Gewässer nahe der Küste kommen. Ein weiteres Highlight müssen die turtle seasons sein. Entweder dann, wenn die Schildkröten scharenweise zum Eierlegen an den Strand kommen, oder wenn die Babies aus den Eiern schlüpfen und Richtung Meer tapsen. Bei uns war mating season und wir sahen sich paarende Schildkröten im Meer :D


Was sehr interessant ist: Ab 18 Uhr ist es in Costa Rica schon dunkel - und zwar so richtig Nacht! Dafür geht die Sonne zwischen 5 und 5:30 Uhr auf. Entsprechend hat sich unser Rhythmus angepasst, wir waren immer sehr früh wach aber auch oft schon um 21 oder 22 Uhr im Bett. Im ganzen Jahr schwankt diese Tageszeit nur um etwa 1 Stunde.


Ach ja und Wetterapps kann man sowieso gleich vergessen ;). Die zeigen ziemlich permanent Regen an. Eher auf die Locals hören oder das Tagesprogramm so anpassen, wie es das Wetter gerade zulässt. Warm und tropisch ist es sowieso immer, da haben wir uns sogar mal etwas Wind und Regen zur Abkühlung gewünscht =D.


  • Immer genügend Wasser auf die Touren mitnehmen, da diese meist kaum oder keine Flaschen dabei haben. Bei unserer Corcovado-Tour erhielten wir überhaupt kein Wasser. Auf der Tortuga Island Tour gab es lediglich Süssgetränke und Alkohol. Stay hydrated!

  • Eine Simkarte ist nicht nötig, da man überall gutes Wlan hat.

  • A/C als Extra in der Unterkunft wird zum grössten Luxus und lohnt sich als upgrade oder bei der Buchung zu beachten.

  • Leider sind Diebstähle und Autoeinbrüche in Costa Rica weit verbreitet. Die allgemeine Regel, nichts im Fahrzeug zu lassen und seine Wertsachen immer im Auge zu behalten sollte hier also umso mehr beherzigt werden. Einer Reisebekanntschaft von uns wurde sogar der Laptop im eigenen Hostelzimmer geklaut, als er beim Arbeiten eingeschlafen ist und diesen noch neben sich liegen hatte.

  • Immer etwas Bargeld dabeihaben (wir nutzten immer die Landeswährung Colones, es kann aber auch mit US-Dollar bezahlt werden), wir landeten mal an einer Mautstrecke und konnten die Autobahngebühr nicht bezahlen - upps.

  • Zahle in der regionalen Währung (Colones). Zwar werden auch USD akzeptiert, doch der Umrechnungskurs ist meist schlechter als derjenige für Colones.

  • Schliesse dein Gepäck wenn möglich immer ab. Sonst kannst du deine Gepäckliste plötzlich noch mit einer Spinne, Skorpion oder ähnlichen Krabbeltieren ergänzen.


SAN JOSÉ

Die Hauptstadt kann man sich meiner Meinung nach sparen. Nicht nur ist die Kriminalitätsrate hier sehr hoch, auch gibt es nicht sehr viel anzuschauen. Lieber direkt mit dem Mietwagen hinausfahren oder eine Überbrückungsnacht in Alajuela verbringen.

Für die Fahrt an den Flughafen solltest du vor deiner Abreise ebenfalls genügend Zeit einplanen. Für die 30-minütige Strecke ab Downtown benötigte ich aufgrund des Stadtverkehrs, Baustellen und Staus, 1.5 Stunden und war froh um die eingeplanten Reserven.


LA FORTUNA

La Fortuna ist DER Ausgangsort für die Ausflüge rund um den Vulkan Arenal. Der Ort ist echt belebt und hier trifft man auf viele Touristen. Ich würde 2+ Nächte empfehlen, da du von hier aus Dschungelwanderungen unternehmen kannst und den Vulkan und den gleichnamigen See besichtigen kannst. Es gibt Wanderungen über erkaltete Lavaströme und hier triffst du bereits auf die ersten exotischen Tierarten Costa Ricas. Wer unbedingt schon jetzt das Nationaltier, den Sloth, sehen möchte, hat in der Sloth Sanctuary sicherlich Glück. Dort wurden einfach die Lieblingsbäume der Faultiere gepflanzt, wodurch diese natürlich angezogen wurden und das ganze als Touristenattraktion dient.

Zudem gibt es den gleichnamigen Wasserfall La Fortuna, zu dem sich ein Ausflug definitiv lohnt. Über Treppenstufen erreicht man den ca. 70m hohen Wasserfall und kann darunter schwimmen.

Ca. 1 Fahrstunde und eine kleine (?) Wanderung entfernt liegt ein weiteres Highlight: Der Rio Celeste. Leider haben wir uns nicht zu dem blauen Schmuckstück gewagt, da uns erzählt wurde, die Wanderung sei recht streng und wir bereits wandern waren. Anscheinend, so erfuhren wir später, ist es aber nicht allzu schlimm und wer die Bilder einmal ergooglet weiss, ein Ausflug hierhin lohnt sich allemal.

In der Gegend um La Fortuna findest du auch zahlreiche heisse Quellen. Die schönsten und bekanntesten davon seien im Tabacon Resort.


MONTEVERDE

Monteverde ist bekannt für ein Phänomen, das sich Cloudforest nennt. Hier kann man so richtig das Dschungel-feeling erleben, über Hängebrücken durch den Urwald laufen und nach der vielseitigen Tierwelt Ausschau halten. Wir haben diesen Stopp gestrichen, da es uns zum Surfen Richtung Küste gezogen hat. Entweder eignet sich dieser Ort direkt nach La Fortuna oder nach der Nicoya-Halbinsel, da man von Puntarenas aus hinauffahren kann.


TAMARINDO

In Tamarindo haben wir uns tatsächlich ein bisschen verliebt. Der Ort ist zwar sehr touristisch und entsprechend belebt, doch wir mochten es. Die Stadt an der Pazifikküste bietet eine grosse Zahl an abwechslungsreichen Restaurants, viele niedliche Cafés und hübsche Boutiquen. Der Strand mit seinem dahinterliegenden Dschungel war unser erstes Postkartenmotiv von noch vielen folgenden Traumstränden. Der Surfvibe ist allzeit präsent und wir hatten hier die beste Surfsession, die wir je irgendwo auf der Welt hatten (Banana Surf Club). Anfänger wie auch Fortgeschritten kommen voll auf ihre Kosten.

Die gleichnamige Frucht Tamarindo wird euch jeder empfehlen - ich nicht ;).


SANTA TERESA

Nach Tamarindo hatten wir sehr hohe Erwartungen an Santa Teresa. Hier soll es etwas ruhiger zu und her gehen aber ebenfalls voll der Surferort sein. Wir waren bereits verwirrt, als wir ankamen. Santa Teresa hat nicht wirklich ein Zentrum sondern unterteilt sich in Nord und Süd und besteht eigentlich aus einer Hauptstrasse an der man Restaurants und Boutiquen findet. Zum Surfen muss man an den nördlich liegenden Strand Playa Hermosa, zu dem einen die Surfschulen fahren. Viel Regen und gesundheitliche Probleme legten einen grossen Schatten über den Ort und wir wurden nicht so richtig warm mit Santa Teresa. So haben wir vor allem auf den Liegestühlen im Banana Beach gechillt und uns eine kleine Auszeit gegönnt.


MONTEZUMA + ISLA TORTUGA

Als es mir besser ging, fuhren wir für einen Abend nach Montezuma (ca. 45-60min Autofahrt) und stellten sofort fest, dass es uns hier viel besser gefallen hätte. Bei der Reiseplanung notierte ich "Hippie, funky, beach vibe" hinter den Ort und das trifft es ziemlich gut. Hier ist es sehr verschlafen und den Hippie-vibe findet man in den kleinen Strassen der Ortschaft.

In den Buchten lässt es sich sonnen und baden und in der Nähe gibt es sogar einen Wasserfall zu erkunden. Hauptsächlich dient Montezuma jedoch als Ausgangspunkt für die Boote nach Isla Tortuga. Und einen Tagesausflug auf diese Insel kann ich definitiv jedem ans Herz legen!


JACO

Jaco ist ebenfalls ein bekannter Stopp auf der eher klassischen Touristenroute durch Costa Rica. Der Ort ist schon eher städtisch und wir hielten nur kurz für einen Mittagsstopp. Auch hier soll man gut Surfen können. Zudem bietet sich hier die Gelegenheit, Krokodile aus sicherer Distanz in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten: Bei der Crocodile Bridge.


MANUEL ANTONIO (NATIONALPARK)

Einer meiner liebsten Orte war der Manuel Antonio Nationalpark. Wir hatten hier ein gemütliches Airbnb und per glücklichem Zufall lernten wir unseren Nachbarn Chris kennen, der Guide im Nationalpark ist. Er machte uns einen Freundschaftspreis und so erhielten wir eine Privattour durch den Park, spannende Erzählungen über das Leben in Costa Rica und einen neuen Freund. Da wir etwas oberhalb vom Hauptort und dem Strand wohnten, liefen wir jeweils gemütlich zu den naheliegendsten Restaurants. Im Zentrum selbst kann man nämlich kaum einen Meter laufen, ohne dass einem jemand etwas verkaufen oder ins Restaurant locken möchte. Rund um den Eingang zum Nationalpark ist es also Tourismushochburg vom Feinsten und nicht sehr gemütlich. Der Park selbst beherbergt jedoch zahlreiche Tiere die man am besten in Begleitung eines Guides findet, was ich empfehlen würde, anstatt auf eigene Faust durch den Nationalpark zu spazieren.

Allerdings ist der eher kleine Nationalpark sehr bekannt und ihm eilt der Ruf voraus, sehr überlaufen zu sein. Da hatten wir wohl den Nebensaison & Corona Vorteil, da sich die Menschenmassen bei uns in Grenzen hielten. Zu anderen Zeiten soll es aber beinahe einem Zoo gleichen und ein früher Besuch lohnt sich.

Packe auch unbedingt die Badesachen mit ein, denn die Strände im Nationalpark selbst sind mit eine der schönsten von ganz Costa Rica. Im Nationalpark gibt es auch Toiletten und einen kleinen Shop/Snackstand an dem es leckere Blätterteigtaschen gibt - unbedingt probieren.


DRAKE BAY + CORCOVADO NATIONALPARK

Am südlichsten Punkt unserer Reise erlebten wir unser Offroad-Abenteuer. Richtung Westen zur Drake Bay gelangt man über Landweg nämlich nur auf einer unbefestigten Strasse und nachdem man einige kleine Flüsse überquert hat. 4x4 ist hier also unabdingbar! Je nach Wassermenge und Wetterlage kommt es wohl vor, dass die Strecke gar nicht mehr passierbar ist. Bei Drake Bay gibt es auch einen kleinen Flughafen. Wenn man die Strecke in Google Maps eingibt sollte man via Flughafen an die Küste fahren und nicht die Abzweigung Paso por Rio beim Punkt Madre Selva nehmen.

Drake Bay selbst war für mich einer der schönsten und unberührtesten Strände überhaupt, obwohl es von denen einige an Costa Ricas Küste gibt. Morgens sahen wir einen Regenbogen, was in der Regenzeit beinahe täglich vorkommen soll.

Den Corcovado-Nationalpark darf man nur in Begleitung eines Guides besuchen. Das Naturreservat ist nicht nur der grösste und Artenreichste Nationalpark Costa Ricas sondern auch weltweit eines der vielfältigsten tropischen Ökosysteme. Man erreicht den Start der Dschungelwanderungen nur per Boot (wir gingen nach Sirena).

Hier auf der Osa-Halbinsel dreht sich alles um Dschungelerlebnisse und Tiere sichten. In der Trockenzeit hat man auch die Möglichkeit fluoreszierendes Plankton zu sehen (Plankton, das in der Nacht blau leuchtet, wenn sich etwas im Wasser bewegt). Am besten anreisen, mind. 2-3 Nächte einplanen und sich vor Ort für einen oder mehrere Ausflüge entscheiden =).

! In der Gegend um Drake Bay gibt es keine Geldautomaten (ATM). Also genügend Bargeld mitnehmen oder die Kreditkartengebühren in Kauf nehmen !


UVITA

Um die Fahrt Richtung Karibik zu kürzen, legten wir 2 Nächte in Uvita ein. Das hat sich definitiv gelohnt! Der Strand hier gehört zum Nationalpark Marino Ballena. An ca. 3 Orten kann man gegen eine Eintrittsgebühr in den Park bzw. an den Strand. Da dieser Öffnungszeiten hat und wir zu früh dran waren, sind wir einfach etwas weiter gelaufen und fanden eine Stelle, ab der es keinen Zaun mehr gibt. So gelangten wir kostenlos an den menschenleeren Strand. Er ist gefühlt endlos lang und mit den direkt auf dem Sand wachsenden Palmen und dahinterliegenden Dschungel einfach nur wunderschön! An einem Zipfel kann man bei Ebbe hinauslaufen und aus der Vogelperspektive sieht dieser Abschnitt aus wie eine Walflosse. Echt spektakulär! Um 16 Uhr schliesst der Nationalpark. Da wir unbedingt noch einen Drohnenflug bei Ebbe starten wollten, waren wir erst um 15:45 Uhr vor dem Parkeingang und durften noch kurz kostenlos in den Park, da er bald schliessen würde. Wir haben uns aber echt gefragt, was sie mit den Leuten machen, die so spät noch am Strand spazieren, denn die einzigen waren wir gegen Abend definitiv nicht mehr.

Uvita selbst ist etwas weitläufig bzw. die Restaurants liegen ein bisschen verteilt. Wir waren froh über unser Auto und die Strandnahe Lage der Unterkunft. Darauf würde ich bei der Buchung also achten.

Ausflugsmöglichkeit in der Umgebung: Der Nauyaca Wasserfall. Er soll einer der schönsten Wasserfälle Costa Ricas sein, benötigt jedoch eine etwas komplizierte Anreise und eine Wanderung. Am besten nach Erfahrungsberichten googlen =).


PUERTO VIEJO DE TALAMANCA

Via Küstenstrasse ging es über San José weiter an die Ostküste Costa Ricas. Oder besser gesagt: Ab an die Karibik! Wir wollten unbedingt beide Küsten sehen und wurden nicht enttäuscht. Hier herrscht nochmals ein ganz anderes Feeling und auch die Einheimischen unterscheiden sich optisch ein wenig von den Ticos im Westen. Hier herrscht der Pure Caribbean Vibe. Das Auto tauschten wir gegen Fahrräder ein (Miete 5 USD pro Tag) - ehrlich gesagt richtige Klappergestelle ohne Gangschaltung und Bremse nur per Rückwärtstrampen. Hier spielt halt das langsame Leben =D.

Ab hier kann man auch am besten nach Panama weiterreisen oder für einige Tage auf den Bocas del Toro ausspannen.


CAHUITA (NATIONALPARK)

Cahuita lohnt sich für einen Tagesausflug in den gleichnamigen Nationalpark. Mit oder ohne Guide kann man sich hier auf die Suche nach Tieren machen. Bei einer Bootstour kann man übers Riff schnorcheln. Die Touren lassen sich gleich mit Guide buchen oder man kann am Ende der Tour am Strand verweilen und selbst durch den Nationalpark zurücklaufen. Sie sind da sehr flexibel. Beim Schnorcheln sollte man die Messlatte jedoch nicht mit Riffen des Great Barrier Reefs, dem Pazifik in Indonesien oder dem roten Meer vergleichen. Man sieht sehr viele Fische und auch einige bunte Korallen aber nie so eine Vielfalt wie dort. Lohnen tut es sich meiner Meinung nach trotzdem und ist mal eine schöne Abwechslung.

Wer niedliche Restaurants und Cafés direkt am Strand sucht bleibt lieber in Puerto Viejo, wo es davon zahlreiche gibt. In Cahuita sucht man diese vergeblich, da der Strand zum Nationalpark gehört und man auch zum Baden und Sonnen Eintritt bezahlt (ca. 2'000 Colones reichen als symbolische Spende).

Anzumerken sei, dass sich die ca. 16km von Puerto Viejo nach Cahuita mit dem Fahrrad ziemlich ziehen. Die Strasse ist recht befahren und nicht besonders schön.


MANZANILLO (NATIONALPARK)

Umso schöner ist dafür die Strasse nach Manzanillo, wo man zu beiden Seiten vom Dschungel begleitet wird. Nicht selten sind Brüllaffen zu hören und ein Blick nach oben lohnt sich, um einige der niedlichen Vierbeiner zu erspähen. Bei Punta Uva lohnt sich ein Stopp in Richtung Strand, wo man unter Kokospalmen eine kühle Limonade trinken kann um anschliessend im türkisblauen Wasser zu plantschen. Vor dem Nationalpark befindet sich ebenfalls ein schöner Strand mit eher dunklem Sand. Im Nationalpark selbst waren wir nicht, da wir vor Sonnenuntergang zurück sein wollten. Jedoch soll dieser auch mega sein =).


TORTUGUERO (NATIONALPARK)

Der etwas abgelegene Nationalpark im Norden der Pazifikküste ist vor allem bekannt dafür, dass man hier Meeresschildkröten bei der Eiablage am Strand beobachten kann. Oder Babyschildkröten beim Schlüpfen und anschliessendem Tapsen in Richtung Meer. Den Nationalpark erreicht man nur per Boot oder Luftweg. Auf Wanderungen, Boots- oder Kajaktouren kann man den Dschungel erkunden und die vielseitige Flora und Fauna Costa Ricas entdecken. Hier lohnt sich wohl ein mehrtägiger Aufenthalt. Touren gibt es auch ab Puerto Viejo und Cahuita.


Alajuela · Hostelworld · Hotel Pacande · 1 Nacht

Ein sehr niedliches Hotel, das wirkte, als wäre es ein Familienbetrieb. Wir haben uns sehr wohl gefühlt. Alajuela ist auch sympathischer als die Hauptstadt San José. Wenn man also eine Nacht in der Flughafengegend verbringen muss, würde ich eher zu dieser Gegend tendieren. Wenige Gehminuten entfernt liegt zudem ein überwachter Parkplatz, auf dem man das Mietauto für wenig Geld parkieren kann.


La Fortuna · Hostelworld · Selina Hostel · 2 Nächte

Nach diesem Hostel waren wir so begeistert, dass wir eigentlich nur noch den Selina Hostels nachreisen wollten. Ich war nicht nur vom Namen begeistert, sondern auch dem Einrichtungsstil, der passenderweise sehr zu meinem Geschmack passt. Der hohe Standard zeigt sich jedoch auch im Preis, weswegen dies unser einziges Hostel der bekannten Kette war. Hier trifft man auf eine offene Reisecommunity, viele digitale Nomaden und kann an zahlreichen Aktivitäten, die durch das Hostel organisiert werden teilnehmen.


Tamarindo · Hostelworld · Pura Vida MINI Hostel · 3 Nächte

Im Pura Vida Mini Hostel haben wir uns zu zweit ein 3er Zimmer geteilt und waren sehr glücklich, uns nach 2 Nächten in einem 6er Dorm wieder ausbreiten zu können. Preislich ist es sehr attraktiv, da das Hostel ca. 2 Seitenstrassen vom Zentrum entfernt liegt. Trotzdem erreicht man alles zu Fuss. An einem Morgen begrüsste uns sogar eine Brüllaffenfamilie vor dem Fenster. Zusätzliches Plus: Aircondition! Die Leute und der Vibe hier gefiel uns sehr, da es viele Reisende hat, die länger hier bleiben oder ein Volunteering machen.


Santa Teresa · Hostelworld · Casa Zen Guesthouse & Yoga Center · 3 Nächte

Auch hier nächtigten wir in einem 3er Privatzimmer. Es war sauber und in Ordnung aber jetzt nicht die spektakulärste Unterkunft. Könnte aber auch daran liegen, dass uns Santa Teresa generell nicht besonders gefallen hat und ich gesundheitliche Probleme hatte. Nachteil: Fan, kein A/C.


Montezuma · Vor Ort Buchung · Downtown Hostel · 1 Nacht

Da unser Ausflug auf die Isla Tortuga wetterbedingt einen Tag verschoben werden musste, legten wir spontan eine Nacht in Montezuma ein. Im kleinen Örtchen fanden wir schnell ein Hostel, wo wir mit gebrochenem Spanisch ein Doppelzimmer für dieselbe Nacht reservieren konnten. Es war sehr niedlich und der Bau im dunklen Holz gefiel uns sehr.


Manuel Antonio · Agoda · Casita Prana · 2 Nächte

Eine unserer Lieblingsunterkünfte, da wir ein kleines Bungalow für uns hatten. Es liegt in einer kleinen Nebenstrasse, wodurch man nahe zu Einkaufs- und Essmöglichkeiten ist und trotzdem seine Ruhe hat. Abends hört man sogar den naheliegenden Dschungel. Der Besitzer und die Nachbarn waren ebenfalls super freundlich.


Drake Bay (Corcovado) · Booking · Casa el Tortugo · 3 Nächte

Die wohl schönste Unterkunft mit grossem Zimmer. Alles war sehr sauber, die Besitzer mega freundlich und das Essen im Restaurant sehr lecker. Die Zimmer sind ziemlich ringhörig, dafür mit A/C ausgestattet. Zudem kann man zum Traumstrand Drake Bay laufen und auch eine Einkaufsmöglichkeit liegt in wenigen Gehminuten entfernt. Die Touren für den Corcovado Nationalpark haben wir direkt bei den Hotelbesitzern gebucht, was sehr unkompliziert verlief.


Uvita · Booking · Tropical Beach · 2 Nächte

In diesem Hotel legt man gerne mal einen Pooltag ein. Zu Fuss kann man an den Strand bzw. zum Nationalpark Marino Ballena laufen oder in naheliegende Restaurants und Cafés gehen. Die klimatisierten Zimmer sind klein aber zweckmässig.


Puerto Viejo de Talamanca · Airbnb · Paraiso Tropical · 6 Nächte

Ein wirklich niedliches Airbnb, bei dem man den vorderen Hausteil für sich hat. Die Besitzerin wohnt gleich hinten und war jederzeit erreichbar, wenn wir was brauchten. Das Haus liegt am Ende vom kleinen Puerto Viejo, wodurch wir weg vom Lärm waren und doch alles bequem zu Fuss erreichten. Wir hatten ein Schlafzimmer mit Doppelbett, sowie eine Schlafcouch, die bequemer war als erwartet, wozu wohl auch die überdurchschnittliche Anzahl an Kissen beitrug. Leider nur mit Fan und ohne A/C, wodurch es oft sehr warm war.


San José · Booking · Radisson Hotel · 1 Nacht

Da Viki einen Tag vor mir abreiste und ich vor meinem Abflug noch eine Nacht in der Hauptstadt überbrücken musste, gönnte ich mir eins der riesigen Zimmer im Radisson Hotel. Das Hotel hat auch ein gutes Restaurant sowie eine grosse Poolanlage, wodurch man sich bei einem gemütlichen Hoteltag gut auf die kommende Abreise vorbereiten kann.