Engadin · Kleine Ausflüge in der Ostschweiz


Für 4 Nächte verschlägt es mich ins Engadin, wo ein geplanter Mountainbike Videodreh unter anderem wetterbedingt etwas ins Wasser fiel.


Die Unterkunft


Landwasserviadukt

Die Fahrt in die Ostschweiz wird mit einem Zwischenstopp an dem Wahrzeichen Landwasserviadukt unterbrochen. Die 65 Meter hohe und 136 Meter lange Eisenbahnbrücke der Rhätischen Bahn kennt sicherlich jeder von Fotos der Schweiz. So fand auch ich, "das muss ich mal gesehen haben". Eindrücklich ist sie definitiv und das Viadukt gilt als UNESCO-Weltkulturerbe. Aber ich muss auch feststellen, dass ich nicht so Bahninteressiert bin und der Abstecher hierhin mehr einem Abhaken auf der Schweizer Bucketlist gleicht.


Morteratsch Gletscher

Umso beeindruckender ist dafür unser Ausflug zum Morteratsch Gletscher. Wie alle Gletscher fällt auch er langsam der globalen Erwärmung zum Opfer und ist von starkem Gletscherschwund betroffen. Zwischen 1900 und 2017 ist er um etwa 2500 Meter zurückgegangen. Das Ausmass der Schmelze wird einem auf dem Gletscherweg Morteratsch bewusst. Schilder informieren über die Jahreszahlen des Zurückweichens des Gletschers.

Der Weg ist auch für Rollstuhlgänger zugänglich und entsprechend leicht begehbar.

Die Eiszunge jedoch ist nur von weitem erahnbar und je näher man dem Gletscher kommt, desto weniger scheint man die noch vorhandenen Eisschichten sehen zu können.

Nach Weggang der anderen Touristen starte ich also einen Rundflug mit der Drohne und wir erhaschen einen beeindruckenden Blick auf den Gletscher.

Der Blick von unten hoch zum Gletscher.
Die Sicht auf den Gletscher aus der Drohnenperspektive.
Beim Flug eingefangene hübsche Wasserfälle.


Lej Marsch

Das Engadin ist ein Seenparadies. Nebst dem St. Moritzersee, an dessen Ufern die als Bonzenstadt bekannte Stadt liegt, gefällt mir besonders der Silvaplanersee, auf dem Wassersportarten aller Art stattfinden. Beliebt unter Windsurfern ist die Gegend auch an diesen noch sehr kühlen und regnerischen Tagen gut besucht. Sehr empfehlenswert ist hier das niedliche Surfercafé Pappaloù, wo sich auch gleich ein Verleih für Sportmaterialien befindet.


Ruhiger ist es am Lej Marsch, der sich ziemlich genau in der Mitte zwischen beiden grossen Seen befindet. Die Idylle am See wird nur etwas gestört durch die Leitungen, die direkt über dem Wasser gespannt sind. Die grüne Kulisse muss im Sommer ein herrliches Plätzchen zum Verweilen bieten.


Höllgrotten

Die Heimfahrt führt durch den Kanton Zug ins Lorzental in der Nähe von Baar mit einem Abstecher in die Unterwelt.

Hier liegen nämlich die 6000 Jahre alten Höllgrotten. Die Tropfsteinhöhle ist modern inszeniert und die unterschiedlichen Stalagmiten und Stalaktiten sind in märchenhaften Farben beleuchtet. Es wirkt wie ein unterirdisches Zauberreich. Schilder und Audioinstallationen führen durch die Geschichte der Grotte.


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