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Reisetipps · Drohne

Happy birthday to me 😀 mein neues Baby ist da: Die Dji Mavic Pro Platinum!

Schon sehr sehr lange, ja eigentlich bereits vor meiner Weltreise, spielte ich mit dem Gedanken, mir eine Drohne zu kaufen. Die Angst vor der Herausforderung, die hohen Kosten, wie auch die Bedenken bzgl. der Rechtslage haben mich bisher davon abgehalten. Der Reiz, selbst solch wunderschöne Aufnahmen aus der Vogelperspektive erstellen zu können und damit meine Fotos und Videoaufnahmen auf ein ganz neues Level zu bringen, blieb jedoch.

Und nun, 1 Woche vor meinem Geburtstag, meldete sich der Preisalarm: 20% Rabatt auf mein Wunschmodell. Inkl. (dankbarem!) Geburtstagsbatzen und den Ersparnissen aus meiner Trinkgeldkasse reichte es. Wenige Tage spÀter halte ich das Paket in meinen HÀnden.

Klein, kompakt und mit nur 743g gilt sie als eine der Top Drohnen unter Reiselustige. Mehr Spezifikationen findest du auf der Kaufseite.


Vor dem ersten Flug: Der Versicherungskram

Ein teures Hobby ist es definitiv, diese ganze Film- und Fotografie Geschichte. Doch mit der Anschaffung der Materialien ist es nicht getan. Gerade bei einer Drohne, welche leider doch mal gegen etwas krachen, oder schlimmer noch, auf jemanden runterfallen könnte, darf nicht auf eine Versicherung verzichtet werden.


Kurz ein Mail an meinen Versicherungsberater und gleich bin ich beruhigt, folgende ZusÀtze in der Haftpflichtversicherung zu haben:

PersonenschĂ€den oder SachschĂ€den infolge einer Drohne sind bis zu CHF 5 Millionen Weltweitmitversichert. Diebstahl von der Drohne ist aktuell bis CHF 2000 mitversichert. BeschĂ€digungen des Gegenstands bis zu CHF 5’000 mitversichert (gilt auch fĂŒr Handys, Laptops usw.).


Tipp von Natalie: Von der Versicherung ein KÀrtchen aushÀndigen lassen, um dieses im Falle einer Kontrolle o.À. vorweisen zu können.


Die ersten Versuche

GlĂŒcklicherweise kann man sich heutzutage via Youtube so vieles selbst beibringen. So erspare ich mir das Durchlesen der Gebrauchsanweisung und starte die Konfiguration mit folgender einfachen Anleitung:

Als ob nicht schon mein Preisalarm kurz vor meinem Geburtstag perfekt getimt war, ergatterte meine Freundin Natalie zum selben Zeitpunkt ihr Wunschmodell, die Dji Phantom Pro, zum SchnĂ€ppchenpreis. Mit ihr als gelernte Film- und Fernsehproduzentin und selbstĂ€ndige Fotografin, fĂŒhle ich mich sogleich sicherer, das kleine FluggerĂ€t zum ersten Mal abheben zu lassen. Und mehr Spass macht es natĂŒrlich auch.

Ohne sie hĂ€tte ich wohl nicht mal gewusst, wie man die GerĂ€te ĂŒberhaupt einschaltet ^^‘. Üblich ist es ja nicht gerade, dass man erst einmal auf den Knopf drĂŒckt und ihn anschliessend lange gedrĂŒckt hĂ€lt, damit sich Drohne und Controller mit lauter AnkĂŒndigung anschalten. Und dass man die Propeller startet, indem man beide Control Sticks mittig nach unten bewegt, hĂ€tte ich ohne Natalies Vorrecherchen wohl auch nicht so schnell rausgekriegt.


Nach dem ersten Patzer, bei dem Natalie ein Propeller wegfliegt, der etwas zu wenig festgemacht war :D, heben wir ab in die LĂŒfte. Grinsend starren wir auf die Controller und machen uns mit dem neuen KameragerĂ€t vertraut. So im Beginnermodus funktioniert auch alles gleich viel besser als erwartet. Zu Hause leider die ErnĂŒchterung: Ich hab’s mit dem Autofokus verpatzt und nur verschwommene Aufnahmen hingekriegt ^^‘ ups. Wenn die Sonne blendet, kann es schon mal passieren, dass man das auf dem Handybildschirm nicht mehr ganz erkennt. Zudem ist auf meinen Aufnahmen ĂŒberall ein weisslicher Halbkreis zu sehen. Da ich erst nach dem ersten Flug noch einige zuvor ĂŒbersehene Schutzfolien entfernt habe, schiebe ich es auf diese.


Das Video dazu von Natalie & Michael

Am nĂ€chsten Tag nutzen wir die wenigen Regenfreien Stunden am spĂ€ten Nachmittag, um einen weiteren Flugversuch am See zu starten. Beginnermodus ausschalten und hochoptimistisch starte ich ein weiteres Mal. Erneut mit weissem Halbkreis
 da die Akkulaufzeit nur ca. 30min betrĂ€gt, bemerke ich den Patzer natĂŒrlich erst nach dem Filmen. Doch dann geht mir ein Lichtlein auf: Die Plastikkuppel dient nur zum Transportschutz – nicht auch als Flugschutz ^^‘

Vielleicht besser doch noch ein paar Youtube-Tutorials mehr schauen. Aber vor allem: Weiterprobieren =D denn wie lernt man besser, als aus Fehlern und natĂŒrlich mit HartnĂ€ckigkeit und viel Übung.


Drohne auf Reisen

Der Countdown fĂŒr meine nĂ€chste Reise ist schon so gut wie abgelaufen. Am 12. MĂ€rz geht es los: 3 Wochen Inselhopping auf den Kanarischen Inseln! Die Spanische Inselkette lockt mit wunderbaren Vulkanlandschaften. NatĂŒrlich möchte ich da auf meinen neuen Reisebegleiter nicht verzichten und packe die Drohne ein. Doch wie sieht es mit den Reisebestimmungen aus? Nach ersten Recherchen: Komplex ^^‘. Nach Nachfragen bei anderen Bloggern: Einfach – nicht zu viel nachdenken und nach gesundem Menschenverstand fliegen. Oder je nach Land extrem mĂŒhsam
 Also leider nicht besonders aufschlussreich. Einige scheinen nur schon am Zoll Probleme zu kriegen, andere wiederum haben einmal die Welt umrundet und den kleinen Begleiter problemlos von Land zu Land transportiert.

Als erste Anlaufstelle habe ich folgende informative Seite entdeckt:






Hier werden Informationen zu den verschiedenen LĂ€ndern aufgelistet, die zumindest mal als Anhaltspunkt fĂŒr die eigene Benutzung dienen können.

Denn als 1. sollte man sich ĂŒber die Bestimmungen im Reiseland informieren. Sind Drohnen ĂŒberhaupt erlaubt? Wie sind die Drohnenbestimmungen vor Ort? Wo befinden sich No-flight Zones, Naturschutzgebiete, FlughĂ€fen. usw.?


Was den Transport angeht, so habe ich folgende Anhaltspunkte aus diversen Technikblogs zusammengetragen:

  • Propeller sollen abmontiert werden, da diese als Schnittwaffe interpretiert werden können. Übrigens sollten auch Stative & Gimbals ins AufgabegepĂ€ck, da diese als Schlagwaffe gelten könnten -> Transport im AufgabegepĂ€ck

  • Die Angaben zum Transport der Drohne selbst variieren je nach Airline. Eine Kontaktaufnahme mit der Airline ist zu empfehlen.

  • Die Batterien (LiPos) mĂŒssen im HandgepĂ€ck verstaut werden, da im AufgabegepĂ€ck ein Feuer entfacht werden könnte, welches in der Kabine besser gelöscht werden könnte. (Gilt ĂŒbrigens auch fĂŒr die Powerbank). LiPos mĂŒssen entladen, einzeln verpackt und Stecker abgeklebt werden, um KurzschlĂŒsse zu verhindern (bei modernen Drohnen nicht nötig, da diese keine offenen Stecker besitzen).

  • Unterlagen (AbklĂ€rungen mit Airline, Bestimmungen des Reiselandes und Drohnenversicherung) dabeihaben.

Wie sind eure Erfahrungen mit Drohne auf Reisen?


Drohnenfliegen in der Schweiz

Meine bisherigen Erfahrungen sind ziemlich schwankhaft. Am Thunersee kommentierten ein paar SpaziergĂ€nger mit Freude meinen Landeflug. NachtrĂ€glich haben wir doch herausgefunden, dass Fliegen in diesem Gebiet nicht erlaubt wĂ€re – upps.

Am Caumasee habe ich mich vorab ĂŒber die offizielle Seite der Schweizerischen Eidgenossenschaft informiert – Fliegen erlaubt. Bei unserer Ankunft war bereits eine andere in der Luft und so starteten wir von einem ungestörten PlĂ€tzchen auf der Insel aus. Beim Weiterwandern sprach mich eine Frau dann an, wozu wir das Filmmaterial verwenden und ob ich wisse, dass es hier nicht erlaubt sei – nein, habe mich ja vorab informiert – es habe ein grosses Schild am Haupteingang, welches auf das Drohnenverbot hinweist. Sehr blöd nur, dass man dieses Schild je nachdem von welcher Seite aus man den See erreicht gar nicht zu Gesicht bekommt. Wir haben nochmals GlĂŒck gehabt und keinen Ärger gekriegt.


Wann kann ich beruhigt fliegen?

Die aktuelle Gesetzeslage (Stand April 2019), welche sich die nĂ€chsten Monate und Jahre bestimmt verschĂ€rfen wird habe ich auf folgender Seite ĂŒbersichtlich zusammengefasst gefunden:

  • Versicherungspflicht (Haftpflicht) ab einem Startgewicht von 500 Gramm

  • Nur in Sichtweite fliegen

  • Nicht ĂŒber Menschenansammlungen (>= 24 Personen) fliegen  – 100 Meter Abstand einhalten (Ausnahme: nur erlaubt, wenn die Drohne unter 500 Gramm wiegt)

  • Nicht nĂ€her wie 5 km an FlugplĂ€tze / FlughĂ€fen heran fliegen

  • Flugkontrollzonen (maximale Höhe 150 Meter) und Verbotszonen beachten

  • PrivatsphĂ€re beachten

  • Keine militĂ€rischen Anlagen filmen

  • Abstand zu Vogelschutzzonen / Umweltschutzgebieten halten

HĂ€lt man diese Punkte ein und informiert sich vorab ĂŒber die nachfolgende Offizielle Seite, sollte man keine Probleme kriegen.

  • Weinrot: Flugplatz / Flughafen – Drohnen-Verbot im Umreis von 5 km

  • Gelb: Besondere Verbotszone (z.B. Naturschutz) – Verbot fĂŒr Drohnen

  • Blau: Flugplatz-Kontrollzone – maximale Flughöhe 150 Meter

Von meiner Seite aus rate ich, sich bei sehr touristischen Orten zusĂ€tzlich via Google Suche (Drohnenverbot xy) nochmals abzusichern, so hĂ€tte ich das mit dem Caumasee vorab gewusst. Verlasse dich nicht zu sehr auf andere Drohnen am Himmel sondern starte aus eigenem BauchgefĂŒhl und Wissen heraus (ĂŒber die DĂŒnen von Maspalomas wĂ€re ich z.B. nie geflogen). Wenn sich Leute beschweren: Ruhig bleiben, anstĂ€ndig mit ihnen reden und VerstĂ€ndnis zeigen. Nicht jeder möchte gefilmt werden und leider haben die Medien meiner Meinung nach eine regelrechte Drohnen-Spionage Paranoia ausgelöst ^^‘. Lasst euch die Freude nicht nehmen und starten einfach an ruhigeren Orten und minimiert die LautstĂ€rke durch hohes Fliegen.


Drohnenaufnahmen aus GraubĂŒnden

*Die in diesem Beitrag erwÀhnten Produkte und Verlinkungen gelten als unbezahlte Werbung und beruhen auf eigenen Empfehlungen.

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